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Art-Investment hat in den letzten Jahren einen grossen Boom erlebt. Während früher der Aspekt der Geldanlage zusätzlichen Nutzen versprach, dient dieser Aspekt mittlerweile bei vielen Käufern als Hauptgrund. Kunst als Wertanlage und Renditeobjekt ist “in”. Nachdem Aktien und Immobilien für viele nicht mehr als sicher erscheinen, wird nun Kunst erworben, um eine Wertsteigerung zu erleben.

Jedoch darf dabei nicht vergessen werden, dass Kunstwerke auch einer Wertschwankung unterliegen. Oftmals ist die Geldanlage sehr riskant. Auch hier gilt der Grundsatz, dass je höher das Risiko ist, desto größer der zu erwartende Gewinn aber auch Verlust. Gerade Werke junger Künstler können innerhalb eines kurzen Zeitraums eine enorme Wertsteigerung erleben, können jedoch auch im Preis verlieren, evtl. unverkäuflich werden. Dagegen stellen Werke alter Meister eine beständige Wertanlage dar. Dabei sollte beachtet werden, dass eine Betrachtung über einen längeren Zeitraum oftmals ergibt, dass diese Werke eine Wertsteigerung in Höhe von 4 - 5 % p.a. erleben. Dies bedeutet, dass keine großen Gewinne zu erwarten sind.
Zwar wird oftmals in der Presse von “Ausreißern” berichtet, d.h. Werke erzielen einen enorm hohen, unerwarteten Preis auf Auktionen, dies ist aber nicht der Regelfall.

Geldanlage in Kunst, Art - Investment, sollte immer genau überlegt und bedacht werden. Dabei darf man nicht vergessen, dass viele Käufer von Kunstwerken oft enttäuscht werden, gerade wenn die Werke nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgesucht werden. Der Kauf von Kunst sollte immer auch aus künstlerischen Motiven erfolgen. Kunstwerke, die eine Person auch ideell beflügeln, haben einen größeren Wert. Denn oftmals ist die Entscheidung aus dem “Bauch” heraus auch wirtschaftlich ein Erfolg. Hingegen sind gerade in der Kunstwelt rein wirtschaftliche Entscheidungen oft zum Scheitern verurteilt.

Zwar haben sogar einige Fonds vorgemacht, dass Kunst auch im Portofolio einen Sinn haben kann, so verzeichnete der britische Eisenbahner-Rentenfond durch den Kauf von Kunst in den 60er und 70er Jahren und den Verkauf in den 1990er Jahren einen enormen Profit, die entscheidende Person sollte jedoch einen Sinn für Kunst besitzen. Denn viele andere Fonds erlebten ein Desaster und es wurde mehr Geld vernichtet als erwirtschaftet.

Ein in Europa hoffentlich für die Zukunft überflüssiger Zweck ist auch die Möglichkeit, in Kriegszeiten und bei hohen Inflationsraten eine wertbeständige Anlage zu besitzen. So können Gemälde schnell aus den Rahmen herausgeschnitten, mitgenommen und zu einem guten Preis im Ausland veräußert werden.

In rechtlicher Hinsicht sollten wie bei jeder Anlage sämtliche Aspekte beachtet werden. Insbesondere ist eine genaue Analyse des Kunstmarkts wichtig. Hierzu ist es hilfreich, Auktionen zu besuchen, Auktionsergebnisse zu studieren, Kunstmessen aufzusuchen und sich in entsprechenden Kunstdatenbanken zu informieren. So bieten z.B. die Seiten www.artfacts.net (http://www.artfacts.net) und www.artprice. com  (http://www.artprice.com) einen guten Überblick und erste Anhaltspunkte.

Auch die individuelle Beratung durch einen Galeristen kann ein weiterer Schritt darstellen.

Wenn private Kunst als Geldanlage erworben wird, sollte die persönliche Meinung, Einschätzung und der eigene Geschmack auch nicht unbeachtet bleiben. Dabei richtet sich der Kauf nach den Voraussetzungen des normalen Kaufs,Falls ein Galerist eine Wertsteigerung verspricht, sollte dies unbedingt vertraglich festgehalten werden.

Für den Fall der Anlage in einen Kunst-Fond, müssen die Verträge und die Gewinnerwartungen geprüft werden. Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Kunstrichtungen und Künstler gelegt werden, die der Fond zu erwerben beabsichtigt.

Es darf nie vergessen werden, dass der Kunstmarkt auch Schwankungen unterliegt. So folgte nach einen Boom der 1990er Jahre ein Abschwung bis in den ersten 200er Jahre. Mittlerweile kann eine Erholung festgestellt werden. Auch sollte immer eine zweite Meinung eingeholt werden. Gleichzeitig kann festgehalten werden, dass schon teure Kunstwerke renommierter Künstler meist ihren Preis halten oder steigern, während günstige Werke unbekannter Künstler ein hohes Risiko darstellen.

Weiterhin spielen auch evtl. Verwertungsrechte, Abgaben an entsprechende Verwertungsgesellschaften und Erhaltungsmaßnahmen ein nicht zu unterschätzenden Faktor.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt stellt das Phänomen der schleichenden Zerstörung in der modernen Kunst dar. Viele Kunstwerke moderner Künstler besitzen die Neigung, im Laufe der Zeit zu verfallen oder auch zu verschimmeln. So können Kunstwerke aus Schokolade bei mangelhafter Kühlung schmelzen, Objekte aus Kot oder Fett verschimmeln und andere sogar langsam sich auflösen. Berühmtestes Beispiel ist derzeit der Hai von Hirst, welcher aufgrund der mangelhaften konservatorischen Arbeit in seinem Formaldehyd - Becken mittlerweile verwest und ausgetauscht werden soll. Dabei stellt sich die Frage, ob dies überhaupt möglich ist. Diese Kosten der Erhaltung sollten nicht unberücksichtigt bleiben und müssen einkalkuliert werden.

Wenn alle Voraussetzungen beachtet werden. stellt die Anlage in Kunst eine gute Alternative dar.

Seminare im Kunstrecht - Termine 2015

1. Seminar "Kunsthandelsrecht"

Freitag, 12.6.2015 - Einführung "Kunstrecht"
Samstag, 13.6.2015 - Vertiefung "Kunsthandelsrecht"

2. Seminar "Galerie - Rechte & Pflichten"

Freitag, 26.6.2015 - Einführung "Kunstrecht"
Samstag, 27.6.2015 - Vertiefung- "Galerierecht in der Praxis"

3. Seminar "Auktionsrecht"

Freitag, 25.09.2015 - Einführung "Kunstrecht"
Samstag, 26.09.2015 - Vertiefung "Auktionsrecht in der Praxis"

4. Seminar "Künstler - Rechte & Pflichten"

Freitag, 23.10.2015 - Einführung "Kunstrecht"
Samstag, 24.10.10.2015 - Vertiefung "Künstler - Rechte und Pflichten in der Praxis"

Weitere Informationen und Buchung: www.heidelberg-seminare.de

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